Fr
15
Okt
2010
Das war eine richtig gute Kerb
Das war eine richtig gute Kerb
"Helium 6" das erwartete Highlight. Nur die Fahrgeschäfte fehlten.
Diese Kerb konnte sich sehen lassen. Was die Freiwillige Feuerwehr und der MCV mit Unterstützung freiwilliger Helfer aus einigen anderen Vereinen hier aus dem Hut gezaubert hatten, war schon beeindruckend. Bereits der Fackelzug zur Kerberöffnung bot ein imposantes Bild. Musikalisch begleitet vom Blasorchester Wachenbuchen hatte das schon richtigen Festcharakter und erfreulich viele Mittelbuchener Bürger - allen voran die Kinder - hatten sich dem Umzug durch die Gassen des alten Ortskerns angeschlossen.
So war es dann auch kein Wunder, dass der für die Eröffnung vorgesehene Bereich der Mittelbuchener Mehrzweckhalle bis auf den letzten Platz gefüllt war und Oberbügermeister Claus Kaminsky konnte einen zünftigen Bieranstich vornehmen, der als ausgesprochen gelungen zu bezeichnen war - wohl so was wie ein gutes Omen für die Kerb. Der bayerische Abend wurde unterhaltsam und mit viel guter volkstümlicher Musik gestaltet vom Blasorchester Wachenbuchen.
Der Samstag stand ganz im Zeichen der Band "Helium 6" und die Jungs um Frontmann Heiko Schmidt hielten, was sie versprochen hatten - sie veranstalteten eine Mega-Party, der sich niemand entziehen konnte. Die Band überzeugte nicht nur durch gute Musik, sondern auch mit einer fantastischen Einbeziehung des Publikums. Mit nahezu 1200 Besuchern war die Halle restlos ausverkauft und man kann es schlicht und ergreifend auf den Punkt bringen: Wer nicht da war, hat was verpasst. Mit Unterstützung zahlreicher Special Guests wurde "die Bude gerockt" was das Zeug hielt. Es war ein Kerb-Highlight, wie man es sich wünscht: rockig, euphorisch und zudem ausgesprochen friedlich. Die Leute waren gekommen um zu feiern und diesbezüglich wurde niemand enttäuscht. Kein Wunder, dass an diesem Abend auch den Verantwortlichen der veranstaltenden Vereine das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht weichen wollte.
Der Kerbsonntag begann traditionsgemäß mit einem Kerbgottesdienst mit anschließendem Frühschoppen, der vom Großauheimer Blasorchester musikalisch gestaltet wurde.
Nach dem Mittagsessen war es dann die Tennisclub-Band, die mit "Oldies but Goldies"die auch wiederum sehr zahlreichen Gäste bestens unterhielt. Der Schützenverein Hubertus Mittelbuchen, der im
nächsten Jahr sein 100-jähriges Jubiläum feiert, veranstaltete ein Kerbschießen, dessen Sieger am Nachmittag geehrt wurden. In der Vereinswertung siegten die Tischtennisspieler des SV 1975, bei
den Damen erzielte Uli Rippert die meisten Ringe und bei Männern gewann der erst 13-jährige Jan Rippert. Die Kindertanzgruppen des MCV sind bereits seit Jahren aus dem Programm der
Familienveranstaltungen nicht mehr wegzudenken und so erweichten die Zwerge und die Butzel mit ihren Tänzen einmal mehr die Herzen, aller Eltern und Großeltern.
Die feierliche Verbrennung des Kerbburschen sorgte gegen Abend für einen stimmungsvollen Ausklang der diesjährigen Kerb, die als absoluter Erfolg zu werten ist. Nur das Fehlen der Fahrgeschäfte war ein Vopas, dessen Ursache noch ausfindig gemacht werden muss - nicht, um jemanden an den Pranger zu stellen, sondern schlicht und ergreifend, um sicherzustellen, dass dies nicht noch mal vorkommt.


